Die Zukunft der Arbeit könnte schon bald ganz anders aussehen, so OpenAI-CEO Sam Altman, der prognostiziert, dass von künstlicher Intelligenz angetriebene „virtuelle Angestellte“ fast bereit sind, in die Arbeitswelt einzutreten. In einem am Montag, dem 6. Januar, veröffentlichten Blogbeitrag schrieb Altman, dass diese KI-Agenten die Produktivität steigern und die Geschäftsergebnisse verändern können, indem sie Aufgaben ohne menschliches Eingreifen ausführen. Altman ist überzeugt, dass solche Entwicklungen einen Wandel einleiten, der die Arbeitsweise von Unternehmen neu definieren könnte.
Was sind KI-Agenten?
KI-Agenten sind fortschrittliche Werkzeuge, die darauf ausgelegt sind, traditionell von Menschen erledigte Aufgaben autonom auszuführen, etwa Code zu schreiben, Reisen zu buchen oder Kalender zu verwalten. Anders als heutige KI-Tools, sollen diese Agenten mit minimaler menschlicher Überwachung arbeiten.
„Wir glauben, dass wir 2025 möglicherweise die ersten KI-Agenten sehen werden, die ‚in die Arbeitswelt eintreten‘ und die Leistung von Unternehmen wesentlich verändern“, schrieb Altman. „Wir sind weiterhin davon überzeugt, dass die iterative Bereitstellung großartiger Werkzeuge für Menschen zu großartigen, breit verteilten Ergebnissen führt.“
OpenAI arbeitet Berichten zufolge an einem eigenen KI-Agenten mit dem Codenamen „Operator“, der Anfang dieses Jahres starten könnte. Dieses Tool soll verschiedene Aufgaben wie die Verwaltung von Kalendern oder das Programmieren im Auftrag der Nutzer eigenständig ausführen. Konkurrenzunternehmen wie Microsoft und Anthropic bringen ähnliche Innovationen auf den Markt. So ebnen beispielsweise Microsofts Copilot Studio und Anthropics Claude 3.5 Sonnet den Weg für KI-Tools, die mit minimaler menschlicher Aufsicht arbeiten.
Der Beratungsgigant McKinsey hat bereits damit begonnen, KI-Agenten in seine Abläufe zu integrieren, um damit Kundenanfragen zu bearbeiten und Schritte wie die Terminierung von Folgeterminen zu automatisieren. Das Unternehmen prognostiziert, dass die Automatisierung bis 2030 bis zu 30 Prozent der Arbeitsstunden in der US-Wirtschaft übernehmen könnte.
OpenAIs Streben nach AGI und Superintelligenz
Altmans Optimismus geht über die aktuellen Entwicklungen hinaus. OpenAIs Fortschritte auf dem Weg zur Artificial General Intelligence (AGI) – KI-Systemen mit menschenähnlichem Denkvermögen – haben das Vertrauen gestärkt, diesen Meilenstein zu erreichen.
„Wir sind inzwischen zuversichtlich, dass wir wissen, wie man AGI im traditionell verstandenen Sinne entwickelt“, sagte Altman in seinem Beitrag.
Doch die Vision des Unternehmens endet nicht bei AGI. Altman deutete außerdem an, dass OpenAI „Superintelligenz“ anstrebt – KI-Systeme, die die menschliche Intelligenz bei Weitem übertreffen. Er beschrieb diese Fortschritte als Werkzeuge, die „wissenschaftliche Entdeckungen und Innovationen massiv beschleunigen“ und „Überfluss und Wohlstand massiv steigern“ könnten.
„Wir lieben unsere aktuellen Produkte,“ schrieb Altman, „aber wir sind wegen der glorreichen Zukunft hier“, schrieb er. Sollten sich seine Prognosen bewahrheiten, könnte 2025 einen Wendepunkt für Arbeitsplätze weltweit markieren, wobei KI-Agenten eine zentrale Rolle bei der Gestaltung der Zukunft der Arbeit spielen.
OpenAI ist nur eines der Unternehmen, die die Zukunft dieser Technologie gestalten. In unserer Liste der führenden KI-Unternehmen erfahren Sie, wen Sie sonst noch im Auge behalten sollten.

