Regisseur James Cameron findet generative KI „erschreckend“

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I’m not a friend of AI. I was told it was here. Could I see it please? Image: Adobe Stock

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eWEEK Staff
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Dec 1, 2025
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Licht, Kamera, Reaktion. Filmregisseur James Cameron ist der jüngste Prominente, der seine Bedenken gegenüber KI zum Ausdruck bringt.

In einem Interview mit CBS Sunday Morning sprach Cameron über seine Rückkehr in die Welt von „Avatar“ und seine zunehmend deutliche Haltung zur Rolle von KI beim Filmemachen.

Cameron, der selbst zu seinen besten Zeiten oft mürrisch und ungeduldig wirkt, beschrieb generative KI als etwas, „womit man eine Figur erfinden kann, einen Schauspieler erfinden kann, eine Darbietung mithilfe einer Texteingabe von Grund auf erschaffen kann. Das ist für mich einfach nur erschreckend.“

Der dritte Film, „Avatar: Fire and Ash“, aus Camerons Sci-Fi-Saga kommt in einem Moment in die Kinos, in dem Hollywood mit einem gewaltigen technologischen Umbruch konfrontiert ist. Und Cameron, der seit Langem als führender Technologie-Innovator des Kinos gilt, positioniert sein Werk als Gegenargument zu dem, was er als unkontrollierte generative KI bezeichnet.

Das technologische Herz von Pandora

Vieles von dem, was das Publikum auf dem erdähnlichen Mond Pandora sieht, entsteht nicht nur durch menschliche Vorstellungskraft, sondern durch die Verbindung von Performance Capture, digitaler Kunst und physischer Konstruktion.

Cameron führte CBS durch Stage 18 in Los Angeles, wo ein riesiger Wassertank – fast 250.000 Gallonen – zur Grundlage für die Dreharbeiten wurde. „Wir mussten einen Ozean bauen“, sagte er und beschrieb die Wellensysteme, die zwei Meter hohe Wellen erzeugen oder Wasser auf eine künstlich errichtete Küstenlinie prallen lassen konnten.

Schauspielerinnen und Schauspieler wie Sigourney Weaver und Zoe Saldaña spielten ihre Szenen unter Wasser, woraufhin digitale Künstler diese „Performance Captures“ in fertige Figuren verwandelten.

Cameron erklärte den hybriden Bildgebungsprozess: „Wir verwenden eine ganze Reihe von Kameras, um die Körperbewegungen des Schauspielers aufzunehmen, und eine einzelne Kamera – eigentlich sogar zwei –, um sein Gesicht zu filmen. Sie befinden sich die ganze Zeit zu 100 % in einer Nahaufnahme.“

Er verglich das immersive Setup mit einer Theaterprobe und betonte, dass die Technologie dazu diene, den menschlichen Ausdruck zu verstärken, nicht ihn zu ersetzen.

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Durch Wissenschaft und Vorstellungskraft geprägt

Camerons Verhältnis zur Technologie geht auf seine Jugend im ländlichen Kanada zurück, wo er sich intensiv mit Comics, Science-Fiction und Fernsehserien beschäftigte. Nach seinem Umzug nach Los Angeles studierte er kurz Meeresbiologie, nahm verschiedene Gelegenheitsjobs an, unter anderem als Lastwagenfahrer, und richtete seine Ambitionen dann auf Spezialeffekte aus.

Da ihm das Geld für eine Filmschule fehlte, brachte er sich alles selbst bei, indem er sich in die Bibliotheken der USC schlich, um wissenschaftliche Arbeiten über optischen Druck und Projektionstechniken zu studieren. „Autodidakt“, erinnerte er sich. „Ich hatte ein Regal voller schwarzer Ordner, die im Grunde einen vollständigen Hochschulkurs über visuelle Effekte und Kinematografie enthielten.“

Diese selbstbestimmte Ausbildung führte ihn in die Effektabteilungen, bevor ihm mit „The Terminator“ der Durchbruch gelang – einem Film, dessen robotisches Exoskelett von einem tatsächlichen Traum inspiriert war. Der Film setzte stark auf Puppenspiel und praktische Effekte, weil computergenerierte Bilder noch in den Kinderschuhen steckten. Doch Camerons Interesse daran, die Grenzen des Digitalen zu verschieben, wuchs und gipfelte in frühen CGI-Experimenten bei The Abyss.

Camerons Warnung vor generativer KI

Camerons Äußerung, generative KI sei „erschreckend“, spiegelt eine breitere Branchendebatte über das Potenzial von KI wider, kreative Arbeit auszuhöhlen – eine Spannung, die die jüngsten Gewerkschaftsverhandlungen in Hollywood befeuerte. Camerons Haltung steht stellvertretend für die vieler Filmemacher, die fortschrittliche Werkzeuge begrüßen, aber den Ersatz menschlicher Kunstfertigkeit ablehnen.

So sprach auf unserer Schwesterseite TechRepublic der Oscar-prämierte Regisseur Guillermo del Toro über seine neue Neuinterpretation von „Frankenstein“, Sterblichkeit, Vaterschaft und Technologie – und erteilte KI-Werkzeugen eine unmissverständliche Absage: „Ich würde lieber sterben.“

Camerons Beharren auf einer menschenzentrierten Kreativität, die von Technologie erweitert, aber nicht überschattet wird, könnte letztlich prägen, wie Hollywood durch das Zeitalter der KI navigiert. Für Cameron gehört die Zukunft des Films weiterhin der Vorstellungskraft, nicht dem Algorithmus.

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Auch Schauspieler haben eine Meinung. Benedict Cumberbatch glaubt nicht an das Versprechen perfekter Maschinen. Der Star aus Doctor Strange sagt, KI schleife die Fehler ab, die Kunst und Menschen menschlich machen.

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