Tesla hat drei neue Markenanträge für die Wortfolge „Tesla Robotaxi“ eingereicht und unternimmt damit einen weiteren Versuch, einen rechtlich geschützten Namen für seinen mit Spannung erwarteten autonomen Fahrdienst zu sichern.
Die am 30. Mai eingereichten Anträge folgen auf monatelangen Gegenwind vom US-Patent- und Markenamt (USPTO), das Teslas Bemühungen, allgemeinere Begriffe wie „Robotaxi“ und „Cybercab“ markenrechtlich schützen zu lassen, zuvor abgelehnt hatte.
Indem Tesla seine Marke nun direkt mit dem Begriff verbindet, hofft das Unternehmen, die Hürden zu überwinden, die frühere Anträge blockiert haben. Die neuen Anträge sollen nicht nur die Fahrzeuge, sondern auch die mobile App und den autonomen Fahrdienst abdecken.
Tesla beantragte die Marken „Robotaxi“ und „Cybercab“ erstmals im Oktober 2024, doch beide stießen auf Einwände. Laut TechCrunch, reagierte das USPTO mit der Forderung nach weiteren Details zum Begriff „Robotaxi“ und lehnte „Cybercab“ direkt ab, weil die Zahl ähnlicher Anträge anderer Unternehmen stark gestiegen war, insbesondere von solchen, die das Wort „Cyber“ verwenden.
Beim Begriff „Robotaxi“ zeigte sich das USPTO besonders zurückhaltend, weil er bereits von Wettbewerbern wie Waymo häufig verwendet wird. Die Behörde erließ eine „nonfinal office action“ und forderte Klarstellungen und genauere Angaben, bevor der Antrag weiterbearbeitet werden konnte.
Marken über Robotaxi hinaus
Teslas Markenambitionen beschränken sich nicht auf Robotaxis. Das Unternehmen hat außerdem noch offene Markenanträge für Namen wie „Robobus“, „Robus“ und „Cyberbus“ eingereicht, die sich auf künftige autonome Vans oder Shuttle-Fahrzeuge beziehen.
Bei der Vorstellung des Cybercab im Jahr 2024 bezeichnete Musk einen Prototypen-Van als „Robovan“. Dieser Name könnte jedoch tabu sein, da das estnische Robotikunternehmen Starship Technologies die Marke bereits besitzt, berichtet TechCrunch.
Praxistests beginnen in Austin
Während das Markenverfahren nur schleppend vorankommt, werden Teslas Pläne für autonome Fahrzeuge zumindest auf der Straße mit voller Geschwindigkeit umgesetzt.
Tesla-CEO Elon Musk bestätigte, dass fahrerlose Model-Y-Fahrzeuge inzwischen in Austin, Texas, unterwegs sind; diese Tests haben erst vor wenigen Tagen begonnen, Wochen früher als geplant. Die Tests markieren einen wichtigen Meilenstein für das Unternehmen, das eine kleine Flotte von 10 Robotaxis an den Start bringen will.
„Tesla testet seit mehreren Tagen selbstfahrende Model-Y-Fahrzeuge (niemand sitzt auf dem Fahrersitz) auf öffentlichen Straßen in Austin, ohne Zwischenfälle. Einen Monat früher als geplant“, Musk schrieb in einem Beitrag auf X. „Nächsten Monat erfolgt die erste selbstständige Fahrt vom Werk zum Kunden.“
In einem Interview mit CNBC erklärte er, dass der Rollout vorsichtig beginnen werde: „Es ist vernünftig, mit einer kleinen Zahl zu starten, zu bestätigen, dass alles gut läuft, und dann den Umfang zu vergrößern.“
Wenn der Start in Austin erfolgreich ist, will Tesla seinen Robotaxi-Dienst auf Los Angeles und San Francisco ausweiten und möglicherweise seine Technologie für autonomes Fahren an andere Automobilhersteller lizenzieren.
Investoren setzen trotz der Herausforderungen auf Musks Vision
Teslas Vorstoß in den Robotaxi-Markt erfolgt, während das Unternehmen mit rückläufigen Verkäufen von Elektrofahrzeugen und politischem Gegenwind wegen Musks kontroverser Äußerungen zu kämpfen hat. Dennoch bleiben einige Investoren optimistisch: „Wir gehören zu denjenigen, die niemals gegen Musk wetten, und vieles von dem, was er gesagt hat, könnte irgendwann wahr werden“, sagte Connor Mahoney von Mahoney Asset Management. „Es könnte einfach nur eine Frage des Zeitpunkts sein.“

