Teslas Robotaxi-Dienst ist gerade in Austin gestartet und trieb die Aktie des Unternehmens um 8 % nach oben, nachdem CEO Elon Musk die Einführung als großen Erfolg bezeichnet hatte. Doch erste Videos von Testfahrten offenbarten beunruhigendes Verhalten im Straßenverkehr.
Kurz nach dem Start tauchten Aufnahmen auf, die zu zeigen schienen, wie Teslas autonome Fahrzeuge gegen Verkehrsregeln verstießen, was laut Reuters die Bundesaufsichtsbehörden auf den Plan rief. Die Vorfälle überschatteten, was Tesla als öffentlichkeitswirksamen Meilenstein geplant hatte.
Festpreise und VIP-Fahrgäste
Teslas seit Langem angekündigte Robotaxi-Vision kam an diesem Wochenende in Austin endlich auf die Straße: Eine kleine Flotte von 10 bis 20 Model Y bot vollständig fahrerlose Fahrten an … zumindest mehr oder weniger. In jedem Fahrzeug saß auf dem Beifahrersitz ein menschlicher „Sicherheitsaufseher“, und der Dienst war auf gutes Wetter und die Tagesstunden beschränkt. Musk schrieb auf X und feierte die „erfolgreiche“ Vorstellung der bahnbrechenden Technologie, die er als Ergebnis einer zehnjährigen Arbeit der KI- und Chipteams von Tesla bezeichnete.
Musk hatte Austin zuvor als Startort im Mai genannt. Wie CNBC anmerkte, waren die ersten Fahrten nur auf Einladung möglich und wurden für eine Liste von Early Adopters zusammengestellt, darunter Aktionäre und Influencer. Jede Fahrt hatte einen symbolischen Preis: 4,20 US-Dollar.
Trotz des begrenzten Umfangs hinterließ der Start bei den Anlegern einen starken Eindruck. Die Tesla-Aktie legte nach dem Testlauf um 8 % zu, da die Märkte den jüngsten Schritt des Unternehmens in Richtung autonomes Fahren positiv aufnahmen.
Probleme im Testbetrieb
Aufnahmen vom Start in Austin zeigten Momente, in denen Teslas fahrerlose Autos nicht nur ins Stocken gerieten – sie brachen die Regeln. In online weit verbreiteten Videos wechselten Fahrzeuge auf die Gegenfahrbahn, hielten mitten auf der Straße an und überschritten die ausgeschilderten Geschwindigkeitsbegrenzungen. Reuters stellte fest , dass sich ein zunächst streng kontrolliertes Pilotprojekt schnell in eine Reihe öffentlicher Fehltritte verwandelte, die von Kameras festgehalten wurden.
Die National Highway Traffic Safety Administration reagierte umgehend und forderte von Tesla Einzelheiten an. Das Unternehmen bestätigte am Montag, dass seine Antworten an die Behörde vertraulich sind. Die Aufsichtsbehörde prüft außerdem im Rahmen einer laufenden Untersuchung von Teslas umfassenderer Full-Self-Driving-Technologie, wie das System unter widrigen Bedingungen funktioniert.
Autonome Straßen voraus
Robotaxis werden auf öffentlichen Straßen schnell zu einem festen Bestandteil, während mehrere Anbieter ihre Einsätze unter realen Bedingungen ausweiten. Teslas Flotte befindet sich möglicherweise noch in der frühen Testphase, doch andere kommen schneller voran. Waymo hat in Zusammenarbeit mit Uber bereits rund 100 vollständig fahrerlose Fahrzeuge in Austin im Einsatz und expandiert nun nach Atlanta – ein klares Zeichen dafür, dass künstliche Intelligenz in den Straßen der Städte Fuß fasst.
Doch angesichts von Testfahrten, bei denen die Fahrzeuge im Verkehr abbremsten und vom Kurs abkamen, ist der Weg zum Vertrauen noch lange nicht abgeschlossen.
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