Warren Buffett schlägt Alarm wegen KI-generierter Videos, die seine Stimme fälschen

Warren Buffett smiling with the text 'in the markets' overlayed.

Screenshot from WW2 Echoes/YouTube

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Liz Ticong
Liz Ticong
Nov 10, 2025
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Warren Buffett warnt Zuschauer davor, auf Betrüger hereinzufallen. Und Überraschung, Überraschung: KI ist im Spiel.

Der US-amerikanische Mischkonzern Berkshire Hathaway erklärt, dass eine Reihe von KI-generierten Videos, die auf YouTube verbreitet werden, den 95-jährigen Vorstandschef fälschlicherweise darstellen. Dabei werden sein Aussehen und seine Stimme genutzt, um gefälschte Anlagebotschaften zu verbreiten.

Das Unternehmen erklärte in einer kurzen Stellungnahme, Buffett sei wegen der Zunahme von KI-Imitationen „zutiefst besorgt“ und plane, das Thema in den kommenden Tagen öffentlich anzusprechen.

Ein wachsendes „Virus“ im Internet

In einer Stellungnahme mit dem Titel „It’s Not Me“, warnte das Unternehmen, dass die kursierenden KI-generierten Videos zwar wie Buffett aussehen könnten, ihre Stimme sie jedoch verrate.

Die als „flach“ und „monoton“ beschriebene Imitation sei zu einem deutlichen Hinweis auf eine Fälschung geworden, erklärte Berkshire. Das Unternehmen befürchtet, dass Menschen, die mit Buffett nicht vertraut sind, die Fälschungen für echte Kommentare halten und durch deren Inhalte in die Irre geführt werden könnten.

Berkshire bezeichnete das Phänomen als ein „sich ausbreitendes Virus“ und forderte Zuschauer auf, vermeintliche Botschaften von Buffett über offizielle Kanäle zu überprüfen. Das Unternehmen fügte hinzu, dass der echte Buffett am 10. November eine authentische Stellungnahme abgeben werde, in der es um Philanthropie, Neuigkeiten zu Berkshire und andere Themen von öffentlichem Interesse gehe.

Gefälschte Gesichter, echte Opfer

Buffetts Warnung steht für eine wachsende Welle KI-gestützter Täuschungen, die weit über Vorstandsetagen hinausreicht. Kürzlich wurde eine Richterin in Florida zum Ziel eines verstörenden Deepfake-Videos, das ihren eigenen Mord im Stil eines brutalen Videospiels zeigte – mit einem digital animierten Angreifer und einer Stimme aus dem Off, die sie namentlich ansprach.

Im August verlor eine Frau 431.000 US-Dollar, nachdem sie auf einen Betrug hereingefallen war, bei dem die Deepfake-Version eines beliebten Serienschauspielers zum Einsatz kam. Dessen KI-generiertes Abbild wurde genutzt, um Vertrauen aufzubauen, bevor die Ersparnisse der Frau abgeschöpft wurden.

Im Januar wurde eine 53-jährige Französin um 800.000 US-Dollar betrogen – von jemandem, der sich als Schauspieler Brad Pitt ausgab. Der Betrug wurde durch gefälschte Bilder, Sprachaufnahmen und Nachrichten ermöglicht, die überzeugend genug waren, um monatelange Kommunikation aufrechtzuerhalten.

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Die Opfer unterscheiden sich, doch das Muster ist dasselbe: KI-Tools machen aus Identitätsvortäuschung eine Industrie.

KI-Betrug nimmt zu – und damit auch die öffentliche Besorgnis

Die US-Amerikaner betrachten zunehmend mit Unbehagen, wie realistisch digitale Täuschungen geworden sind. Laut dem Alloy’s 2025 State of Scams Report glauben 85 % der US-Verbraucher, dass KI es schwieriger gemacht hat, Betrugsversuche zu erkennen. 

Gleichzeitig fordern die Menschen stärkere Schutzmaßnahmen. Zwei Drittel erklärten, dass sie Banken und Institutionen eher vertrauen würden, wenn diese KI-gestützte Tools einsetzen, um Betrugsversuche zu erkennen und zu blockieren, bevor sie sich ausbreiten. Nahezu alle stuften Sicherheit als den mit Abstand wichtigsten Faktor bei der Wahl eines Finanzdienstleisters ein.

Was als geschickte Nachahmung begann, entwickelt sich rasant zu einer Vertrauenskrise – und Buffetts Stimme, die echte, könnte zu den wenigen gehören, denen man noch vertraut, wenn sie genau davor warnt.

Ein neuer Bericht zeigt, dass der Abbau von Arbeitsplätzen sich beschleunigt, während die Automatisierung ganze Branchen umgestaltet – und die Zahl der US-Entlassungen in diesem Jahr über die Millionengrenze treibt.

Liz Ticong

Liz Ticong is a staff writer for eWeek and TechRepublic focused on AI, cybersecurity, enterprise software, and data. She has more than 10 years of editorial experience as a technology industry writer, combining reporting, product research, and hands-on software testing in her coverage. Her work has been published on Datamation, Enterprise Networking Planet, and TechnologyAdvice.com. She writes technology news, software reviews, product comparisons, and buyer’s guides for business and IT readers.

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