Netzwerke und die wertvollen Daten, die sie enthalten, sind so stark wie nie zuvor Angriffen ausgesetzt. Für die heutigen digitalen Unternehmen kommt das zu einem ungünstigen Zeitpunkt, da sie weiterhin Schwierigkeiten haben, überhaupt jemanden mit Cybersecurity-kenntnissen zu finden – geschweige denn Personen mit der Erfahrung und den Qualifikationen, die sie für ihre Positionen wirklich benötigen.
Zu viele Warnmeldungen und sich wiederholende Aufgaben, die von zu wenigen Personen erledigt werden, führen zu Burnout und Personalfluktuation, was die Sicherheitslage eines Unternehmens zusätzlich schwächt.
Entscheidungsintelligenz kann jedes dieser Probleme angehen, die Cybersicherheit stärken und für einige der am dringendsten benötigten und am höchsten geschätzten Mitarbeiter eines Unternehmens für mehr Arbeitszufriedenheit sorgen.
In diesem Artikel skizzieren wir die vier größten Herausforderungen, vor denen Security Operations Center-Teams (SOC) heute stehen, und zeigen auf, wie Automatisierung und künstliche Intelligenz dazu beitragen können, diese Probleme zu lösen.
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1) Die Lücke bei Cybersecurity-Fachkräften
Die Lücke bei Cybersecurity-Fachkräften bleibt bestehen, während die Probleme bei der Gewinnung und Bindung von Mitarbeitern immer schwieriger werden. Laut einer neuen Studie von ISACA haben 63 % der befragten Unternehmen unbesetzte Cybersecurity-Stellen – ein Anstieg um 8 % seit 2021.
Der Bericht zeigte außerdem, dass 62 % der Befragten glauben, ihre Cybersecurity-Teams seien personell unterbesetzt, und 20 % gaben an, dass es mehr als sechs Monate dauert, qualifizierte Personen für offene Stellen zu finden. Weltweit gibt es inzwischen eine 2,7-Millionen-Personen-Lücke bei Cybersecurity-Fachkräften.
Darüber hinaus glauben laut dem National Institute of Cyber Education (NICE) etwa die Hälfte aller Führungskräfte, dass ihre Bewerber für die angestrebten Positionen nicht qualifiziert sind. In einer ISACA-Umfrage sagten 16 % der Befragten außerdem, dass es durchschnittlich sechs Monate oder länger dauert, eine neue Cybersecurity-Position zu besetzen. Es gibt nicht genügend Fachkräfte, und es besteht ein größerer Bedarf an Schulungen.
2) Zu viele Warnmeldungen
Die Mitarbeiter im SOC sind den ganzen Tag einer stressigen Situation ausgesetzt. Da Angreifer immer ausgefeilter vorgehen und sich die Bedrohungslandschaft ausweitet, hat die Zahl der Warnmeldungen, mit denen Analysten umgehen müssen, einen Höchststand erreicht. Untersuchungen von Forrester-Analysten zeigen, dass SOC-Teams durchschnittlich 11.000 Warnmeldungen pro Tag erhalten.
Hinzu kommt, dass viele davon Fehlalarme sind. Die IDC-Umfrage „Voice of the Analysts“ aus dem Jahr 2021 ergab, dass mindestens 45 % der eingehenden Warnmeldungen falsch-positive Ergebnisse sind. Analysten verbringen ineffizient Zeit damit, diese Meldungen zu sichten, was zu einer Warnmeldungs-Müdigkeit führt.
3) Sich wiederholende, unbefriedigende Aufgaben
Obwohl der Einsatz von Automatisierung branchenübergreifend zunimmt, berichten viele Sicherheitsanalysten nach wie vor, dass sie den Großteil ihres Arbeitstags mit Routineaufgaben verbringen.
Hier könnten verschiedene Faktoren eine Rolle spielen, darunter fehlende Zeit für die Implementierung neuer Tools, ein Mangel an Experten für die ordnungsgemäße Konfiguration der Tools und die Notwendigkeit, bestehende Prozesse zu ändern. Das knüpft auch an den vorherigen Punkt an – sie verschwenden Zeit mit Fehlalarmen.
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4) Burnout
Zu viele Warnmeldungen, zu viele falsch-positive Ergebnisse und zu viele sich wiederholende Aufgaben tragen zum Burnout-Problem bei. Da so viele Unternehmen von ihrer Technologie abhängig sind, kann jede Unterbrechung oder jedes Sicherheitsereignis zu Umsatzeinbußen und einer Beeinträchtigung des Unternehmensrufs führen. Analysten, die ohnehin schon überlastet sind, sehen sich dadurch mit zusätzlicher Arbeit und zusätzlichem Stress konfrontiert.
Tatsächlich ergab eine aktuelle Studie, dass sich 71 % der SOC-Analysten ausgebrannt fühlen. Eine höhere Arbeitsbelastung könnte außerdem weniger Zeit für die Weiterbildung bedeuten, sodass Analysten das Gefühl bekommen, in einer Sackgasse zu stecken.
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Wie Entscheidungsintelligenz und KI helfen können
Der Status quo im SOC ist unhaltbar: Führungskräfte haben Schwierigkeiten, qualifiziertes Personal zu finden, und die bereits vorhandenen Mitarbeiter sind bald ausgebrannt. Das muss jedoch nicht so bleiben.
Wie bereits erwähnt, bezeichnet Entscheidungsintelligenz den Einsatz moderner Technologien wie künstlicher Intelligenz (KI), um die Entscheidungsfindung zu beschleunigen und die Fähigkeit von Mitarbeitern zu erweitern, für ihre jeweilige Stellenbeschreibung spezifische Aufgaben zu bewältigen.
Vorhandene Analysten können mit Entscheidungsintelligenz ihre Arbeitslast schneller und einfacher bewältigen. Die Fähigkeit jedes KI-Tools zu lernen und sich an die Besonderheiten eines Unternehmens anzupassen, sollte seine wichtigste Funktion sein. Es sollte die Entscheidungsfindung sowohl durch das Wissen von Fachexperten als auch durch den organisatorischen Kontext unterstützen können.
Dadurch kann es Analysten die Last abnehmen, Tausende täglicher Warnmeldungen zu bewerten, und ihnen Zeit verschaffen sowie das Risiko menschlicher Fehler senken. Dank der dadurch gewonnenen Zeit können sie sich außerdem sinnvolleren Aufgaben sowie Weiterbildungs- und anderen Entwicklungs- und Schulungsaktivitäten widmen.
Für das moderne SOC ist es entscheidend, die Automatisierung der Abläufe um „Intelligenz“ zu ergänzen. KI kann die Entscheidungsfindung unterstützen und manuelle, sich wiederholende Prozesse effizienter automatisieren, indem sie mit dem Fachwissen von Experten zusammenarbeitet und die Besonderheiten des Unternehmens erlernt.
Siehe auch: Secure Access Service Edge: Große Vorteile, große Herausforderungen
Über den Autor:
Horia Sibinescu, CMO, Arcanna.ai

