Dells Concept Luna: Nachhaltigkeit durch innovative Kreislaufdesigns voranbringen

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Charles King
Charles King
Dec 22, 2022
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Nachhaltigkeit gewinnt in der Technologiebranche an Bedeutung. Zahlreiche Anbieter stellen ihre Strategien und Maßnahmen heraus, mit denen sie die effiziente Nutzung von Energie und Rohstoffen für Produkte und Verpackungen verbessern wollen. Allerdings sprechen deutlich weniger Unternehmen über die Mechanismen dieses Prozesses und darüber, wie die Optimierung einzelner Schritte in komplexen Abläufen bessere Ergebnisse ermöglichen kann.

Vor einem Jahr stellte Dell Concept Luna, einen in Zusammenarbeit mit Intel entwickelten Proof of Concept vor, der die Entwicklung und Herstellung von Personal Computern, Peripheriegeräten und Zubehör neu denken soll, damit Komponenten problemlos entfernt, zurückgewonnen und wiederverwendet werden können. In der vergangenen Woche veröffentlichte Glen Robson, CTO der Client Solutions Group von Dell, einen Blogbeitrag über die Fortschritte von Concept Luna anlässlich des ersten Jahrestags. Sehen wir uns Robsons Ausführungen genauer an.

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Den Status quo der Hightech-Branche infrage stellen

Warum könnten Projekte und Programme wie Concept Luna von Bedeutung sein? Nach Angaben des Waste Electronics and Electrical Equipment (WEEE) Forum, wurden 2021 rund 57,4 Millionen Tonnen Elektroschrott entsorgt – mehr als das Gesamtgewicht der Chinesischen Mauer, des weltweit größten von Menschenhand geschaffenen Bauwerks.

Als Beispiel schätzt das Forum, dass jährlich 151 Millionen Mobiltelefone – etwa 416.000 pro Tag – weggeworfen, verbrannt oder deponiert werden. Der Prozess ist nicht nur verschwenderisch, sondern verursacht auch erhebliche Umwelt- und Gesundheitskosten. Schätzungen zufolge stammen 40 % der Schwermetalle auf US-amerikanischen Deponien aus entsorgten Elektronikgeräten. Außerdem wird nach Angaben der EPA eine nicht näher bestimmte Menge an Elektroschrott aus Industrieländern in Entwicklungsländer verschifft, denen die Einrichtungen und das Fachwissen für eine ordnungsgemäße Entsorgung fehlen. Das führt zu weiteren Gesundheits- und Umweltproblemen.

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Wie jeder bestätigen kann, der schon einmal versucht hat, den Akku eines Telefons oder eine defekte Laptop-Komponente auszutauschen, sind Elektronikgeräte oft nur schwer oder gar nicht zu reparieren und wiederzuverwenden. Das wirkt sich wiederum erheblich auf die Kosten und die Effizienz des Recyclings aus. Wie Robson in seinem Blog schrieb: „Mit der heutigen Technologie kann es Recyclingpartnern mehr als eine Stunde dauern, einen PC zu zerlegen, der mit Schrauben, Klebstoffen und verschiedenen gelöteten Komponenten zusammengehalten wird.“

Diese Komplikationen können das Recycling behindern oder zum Erliegen bringen, insbesondere die Bemühungen, Rückgewinnungsprozesse so zu skalieren, dass sie mit den jährlich entsorgten zig Millionen veralteten PCs und Laptops Schritt halten. Gibt es Möglichkeiten, wie Anbieter Produkte entwickeln und konstruieren können, um diese Probleme zu lösen? Dell ist davon überzeugt.

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Die strategische Vereinfachung von Concept Luna

Dells Concept Luna basiert auf einer einfachen Prämisse: Stellen wir uns eine Zukunft vor, in der nichts verschwendet wird. Robson beschreibt einen Prozess, bei dem „wir einzelne Elektronikkomponenten für ein zweites, drittes oder sogar viertes Leben zurückgewinnen“. Wenn ein Gerät „wirklich am Ende seiner Lebensdauer angekommen ist, bereiten wir es auf und recyceln es, um dieselben Materialien in Laptops, Monitoren oder Telefonen der nächsten Generation zu verwenden“.

Wie nutzt Dells Experience Innovation Group Concept Luna, um diese Zukunftsvision zu verwirklichen? Drei Dinge:

  1. Nachhaltiges Design – Dells Ingenieure haben hochgradig modulare Laptop- und PC-Designs entwickelt, bei denen Komponenten wie Prozessoren und Platinen, Arbeitsspeicher, Speicher und weitere Bauteile schnell und problemlos entfernt werden können. Klebstoffe, Lötstellen und mechanische Verbindungselemente wie Schrauben werden auf ein Minimum reduziert. Dadurch lassen sich PCs auf Basis von Concept Luna innerhalb weniger Minuten zerlegen.
  2. Intelligente Telemetrie – Ein häufig vernachlässigter Aspekt beim Elektronikdesign ist, dass Produktkomponenten wie Computerdisplays und Peripheriegeräte nicht gleichzeitig altern oder das Ende ihrer Lebensdauer erreichen. Zu Concept Luna gehört die Entwicklung einer Telemetrie, die Leistung und Zustand einzelner Geräte und Komponenten überwacht und Mitarbeitende benachrichtigt, wenn Teile repariert oder ausgetauscht werden müssen. Robson beschreibt dies so: „Ähnlich wie bei der Wartung unserer Fahrzeuge: Wir werfen nicht das ganze Auto weg, wenn wir neue Reifen oder Bremsen brauchen.“
  3. Robotergestützte Automatisierung – Schließlich beauftragte Dell eine Mikrofabrik mit der Zusammenarbeit mit seinem Concept-Luna-Designteam. Das Ergebnis ist ein Gerät, das robotergestützt zerlegt werden kann. Dadurch dürften sich der Zeitaufwand und der erforderliche menschliche Einsatz für das Recycling und die Aufbereitung von Produkten drastisch reduzieren. Infolgedessen sollten sich diese Prozesse deutlich leichter skalieren lassen, wodurch ihr Nutzen für Unternehmen und Servicepartner steigt, die Hunderttausende Geräte verwalten. Außerdem dürften künftige Services und Lösungen von Dell davon profitieren.

Abschließende Analyse

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Wie Glen Robson in seinem Blog zum Jahrestag feststellte, ist Concept Luna zwar „derzeit ‚nur ein Konzept‘, aber eine langfristige Vision dafür, wie wir durch Kreislaufdesign-Praktiken eine noch größere Wirkung auf Unternehmen und Gesellschaft erzielen können“.

Damit ist Concept Luna ein wichtiger Bestandteil von Dells Zielen zur Förderung der Nachhaltigkeit und zugleich ein innovatives Beispiel dafür, was Hersteller von Elektronik- und Elektrogeräten erreichen können.

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Charles King

Charles King is a longtime writer for eWEEK and founder and principal analyst at PUND-IT. He covers a wide range of IT topics, including large enterprise systems, processors, servers, cloud services and others. Mr. King is considered one of the top 10 IT analysts in the world by Apollo Research, which quantified the listing of 3,960 analysts globally by their individual press coverage metrics (number of mentions and length of responses in the press).

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