Wer verstehen will, wohin sich KI als Nächstes entwickelt, sollte sich Teenager ansehen. Eine neue Umfrage des Pew Research Center zeigt, dass die meisten US-Teenager bereits KI-Chatbots nutzen – insbesondere für Schularbeiten, und viele tun dies regelmäßig.
Fast zwei Drittel der 13- bis 17-Jährigen geben an, Tools wie ChatGPT, Copilot oder Character.ai genutzt zu haben, und etwa 3 von 10 sagen, dass sie diese täglich verwenden. Mehr als die Hälfte berichtet, Chatbots für Hilfe bei Aufgaben oder Recherchen einzusetzen, und 12 % geben an, KI zur emotionalen Unterstützung genutzt zu haben.
Die Ergebnisse zeigen außerdem, wie Teenager erwarten, dass sich KI in den kommenden 20 Jahren auf ihr persönliches Leben und die Gesellschaft auswirken wird.
KI ist in Schule und sozialem Leben verankert
Pew Research Center veröffentlichte am 24. Feb. neue Ergebnisse, die auf einer vom 25. Sept. bis zum 9. Okt. 2025 durchgeführten Umfrage unter 1.458 US-Teenagern und ihren Eltern basieren. Die Forschenden stellten fest:
- Etwa 64 % der Teenager gaben an, KI-Chatbots.
- Teenager nutzen KI-Tools für eine Reihe von Zwecken. Mehr als die Hälfte gab an, sich an Chatbots zu wenden, um nach Informationen zu suchen (57 %) oder Hilfe bei Schularbeiten zu erhalten (54%).
- Weitere 47 % sagten, dass sie sie zum Spaß oder zur Unterhaltung nutzen.
- Etwa 16 % berichteten, sich zwanglos mit den Tools zu unterhalten.
- 12 % gaben an, sie zur emotionalen Unterstützung oder als Ratgeber.
Was Hilfe bei Schularbeiten betrifft, fällt die KI-Nutzung unterschiedlich aus: 1 von 10 Teenagern gibt an, alle oder die meisten Aufgaben mit Unterstützung eines Chatbots.
„Größere Anteile sagen, dass sie einen Teil (21 %) oder ein wenig (23 %) ihrer Schularbeiten mit Hilfe eines Chatbots erledigen. Weitere 45 % haben sie auf diese Weise nicht genutzt“, schrieben die Forschenden.
Die meisten Teenager beschrieben die Tools als hilfreich. Etwa ein Viertel sagte, Chatbots seien beim Erledigen von Aufgaben äußerst oder sehr hilfreich gewesen. Weitere 25 % erklärten, die Tools seien einigermaßen hilfreich, während nur 3 % glaubten, dass sie wenig oder gar nicht hilfreich seien.
Allerdings bleibt Schummeln ein Problem, wobei 59 % der Teenager glauben, dass der Einsatz von KI zum Schummeln an ihrer Schule regelmäßig vorkommt. Unter den Teenagern, die Chatbots für Schularbeiten genutzt haben, berichteten 76 %, dass Schülerinnen und Schüler an ihrer Schule diese Tools gelegentlich zum Schummeln verwenden.
Teenager sagen, dass KI ihnen hilft, machen sich aber Sorgen um die Gesellschaft
Die Ansichten der Teenager über KI unterscheiden sich je nachdem, aus welcher Perspektive man sie betrachtet. Etwa 36 % der Befragten glauben, dass KI in den kommenden 20 Jahren einen positiven Einfluss auf ihr Leben haben wird, während 15 % eine negative Wirkung erwarten.
Auf die Gesellschaft als Ganzes angesprochen, waren die Teenager vorsichtiger. Etwa 26 % sagten voraus, dass sich KI negativ auf die Gesellschaft auswirken werde, während 31 % von einem positiven Einfluss ausgingen.
Andere äußerten zudem Bedenken hinsichtlich einer übermäßigen Abhängigkeit und des Verlusts von Arbeitsplätzen. Einer der Befragten sagte: „Die Menschen werden Angst davor haben, kreativ zu sein, oder keinen Bedarf mehr dafür sehen. Das macht die Menschen träge und nimmt ihnen Arbeitsplätze weg.“
In der Umfrage wurde außerdem untersucht, wie Teenager die Leistungsfähigkeit von KI im Vergleich zu Menschen einschätzen. Die Forschenden stellten fest, dass ungefähr die Hälfte erklärte, KI würde bei Einstellungsentscheidungen schlechter abschneiden als Menschen. Teenager glauben außerdem, dass KI Menschen beim Fahren von einem Ort zum anderen, bei der Diagnose medizinischer Erkrankungen oder beim Komponieren von Liedern schlechter als Menschen unterstützen würde.
Da KI-Tools in Klassenzimmern und im Alltag immer häufiger zum Einsatz kommen, scheinen Teenager sowohl aktive Nutzer als auch kritische Beobachter der Technologie zu sein, die ihre Zukunft prägt.
Um zu erfahren, wie Google die KI-Kompetenz in Klassenzimmern ausbaut, lesen Sie unsere Berichterstattung über Googles Angebot kostenloser KI-Schulungen für 6 Millionen US-Pädagogen.

