Teslas Elektrofahrzeug für 25.000 US-Dollar könnte wieder auf der Agenda stehen, da das Unternehmen Berichten zufolge Zulieferer wegen des Baus eines neuen, kleineren Fahrzeugs kontaktiert hat.
Das Fahrzeug soll ein eigenständiges Modell werden und keine Variante des Model Y oder Model 3. Berichten zufolge wird es deutlich kürzer als das SUV Model Y sein: 14 Fuß gegenüber 15,7 Fuß beim Model Y. Außerdem soll es in China gebaut werden, bevor es in Europa und den USA auf den Markt kommt.
Die Nachricht wurde zuerst von Reuters berichtet, die mit vier Personen gesprochen hat, die mit Teslas Plänen vertraut sind. Sollte dies zutreffen, wäre es eine vollständige Kehrtwende gegenüber der 2024 erfolgten Einstellung der Entwicklung eines kostengünstigen Elektrofahrzeugs, die Berichten zufolge von Teslas CEO Elon Musk vorangetrieben wurde. Seitdem hat Musk in seinen Äußerungen erklärt, ein kostengünstiges Elektrofahrzeug sei nicht nötig, da Autos in Zukunft autonom fahren würden und die meisten als Robotaxis unterwegs wären.
Das kleinere Fahrzeug könnte wegen seines Potenzials als autonomes Fahrzeug wiederbelebt worden sein. Wenn es günstiger zu bauen und kleiner ist, könnte es leichter in eine Robotaxi-Flotte integriert werden. Tesla soll es als fahrerloses Auto entwickeln, wobei auch eine von Menschen gesteuerte Option verfügbar sein soll.
Tesla verzeichnet seit zwei Jahren rückläufige Elektroautoverkäufe, die den Großteil des Umsatzes des Unternehmens ausmachen. 2025 meldete Tesla erstmals für ein vollständiges Jahr einen Umsatzrückgang: Der Umsatz sank von 96,7 Milliarden US-Dollar im Jahr 2024 auf 89,6 Milliarden US-Dollar. Ein erschwinglicheres Fahrzeug dürfte den Gesamtabsatz ankurbeln und die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber den chinesischen Herstellern BYD, SAIC Motor und Geely verbessern.
Zurückgefahrene Robotaxi-Ambitionen
Obwohl Tesla weiterhin auf eine autonome Zukunft setzt, könnte das Unternehmen erkannt haben, dass diese noch in einiger Entfernung liegt – insbesondere außerhalb großer Städte.
Während Musk seit etwa 2014 behauptet, Robotaxis stünden unmittelbar bevor, bietet das Unternehmen derzeit nur in einer Stadt, Austin, kostenpflichtige Testfahrten an. Außerdem hat Tesla kürzlich eingeräumt, dass seine Robotaxis manchmal aus der Ferne von einem Menschen gesteuert werden und nicht vollständig vom Bordsystem.
Tesla verfügt über die größte Kundenbasis für Fahrerassistenztechnologie: Mehr als 1 Million Menschen haben den Dienst Full Self-Driving gekauft. Dabei handelt es sich jedoch nur um Autonomie der Stufe 2, bei der der Fahrer am Steuer bleiben und jederzeit bereit sein muss, die Kontrolle zu übernehmen.
Vollständige Autonomie der Stufe 4 wird von Waymo in deutlich größerem Maßstab getestet und eingesetzt, das kürzlich eine Expansion in 20 Städten im Jahr 2026 angekündigt hat.
Humanoider Roboter bleibt Zukunftsmusik
Neben der Zurückstellung eines günstigeren Fahrzeugs zugunsten von Robotaxis hat Tesla auch eine seiner Fabriken von der Produktion des Model S und Model X auf den Bau von Optimus-Robotern umgestellt. Berichten zufolge will das Unternehmen die Produktion seiner humanoiden Roboter bis Ende dieses Jahres oder Anfang nächsten Jahres für begrenzte Verkäufe an externe Kunden hochfahren; der Preis könnte bei über 30.000 US-Dollar pro Einheit liegen.
Musk sieht darin eine potenziell noch größere Branche als Elektrofahrzeuge und Robotaxis. In seinem Master Plan Part IV erklärte er, Optimus-Roboter könnten 80 % des Umsatzes des Unternehmens ausmachen. Wie bei Robotaxis wird die kommerzielle Markteinführung dieser Roboter jedoch seit mehreren Jahren versprochen, wobei sich die Verzögerungen bis ins Jahr 2025 zurückverfolgen lassen.
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