Die Taiwan Semiconductor Manufacturing Company meldete explosive Gewinne: Die Profite stiegen um fast 40 %, da die Nachfrage nach künstlicher Intelligenz ein beispielloses Niveau erreicht.
Das ist ein weiterer Beleg dafür, falls es eines solchen noch bedurft hätte, wie KI das Wachstum in verschiedensten Branchen antreibt.
Die offizielle Ankündigung war trockener als die Sahara. Wendell Huang, Senior VP und Chief Financial Officer von TSMC, sagte: „Mit Blick auf das vierte Quartal 2025 erwarten wir, dass unser Geschäft von der anhaltend starken Nachfrage nach unseren fortschrittlichsten Prozesstechnologien getragen wird.“
Es gibt noch mehr Erfreuliches. Der taiwanische Technologieriese ist mit seinem revolutionären 2-Nanometer-Prozess dem Zeitplan voraus: Die Massenproduktion soll nun in der zweiten Hälfte von 2025 anlaufen – früher als zunächst erwartet. Für Verbraucher bedeutet das schnellere Smartphones und Laptops bei geringerem Akkuverbrauch.
Diese bahnbrechende Technologie verspricht im Vergleich zu den aktuellen 3-nm-Prozessen eine massive Reduzierung des Stromverbrauchs um 25–30 % – stellen Sie sich vor, Ihr Smartphone hielte mit einer einzigen Ladung einen zusätzlichen Tag.
Auch die Backend-Fertigung wird hochskaliert. Das Unternehmen baut seine Kapazitäten für fortschrittliche Packaging-Technologien aggressiv aus und plant, die CoWoS-Produktion bis Ende 2025 zu vervierfachen und bis 2026 monatlich 130.000 Wafer zu erreichen.
Zukunftspläne
Das Fazit ist simpel: Das KI-Schwungrad dreht sich immer schneller.
TSMC erhöhte seine Prognose für das Umsatzwachstum 2025 auf den mittleren 30-Prozent-Bereich – gegenüber zuvor rund 30 % – und hob die geplanten Investitionsausgaben auf 40 Milliarden US-Dollar an.
Die Anleger stimmen bereits mit ihrem Geldbeutel ab. Die Aktien des Unternehmens sind in diesem Jahr bereits um mehr als 38 % gestiegen.
Und der Schwerpunkt ist klar erkennbar. Nordamerika steuerte 76 % zum Gesamtumsatz von TSMC bei – ein Zeichen dafür, dass amerikanische Technologieriesen diese Welle antreiben.
Der Ausbau wird nicht langsamer: Das Unternehmen hat Investitionen in den USA in Höhe von 100 Milliarden US-Dollar zugesagt, darunter neue Fabriken in Arizona, und expandiert weltweit mit Standorten in Japan und Deutschland.
Das ist größer als ein Produktzyklus: Es verändert die globale Wirtschaft und bestätigt, dass die KI-Nachfrage stärker ist, als noch vor wenigen Monaten irgendjemand erwartet hätte.
Anfang dieses Monats erklärte Dell, das Unternehmen rechne mit einem jährlichen Umsatzwachstum von 7 % bis 9 % – beinahe doppelt so viel wie die bisherige Prognose von 3 % bis 4 % –, da die KI-Nachfrage die Erwartungen deutlich übertroffen hat.

