Datadog und Splunk decken als Tools für Application Performance Monitoring (APM). Beide bieten umfassendes Monitoring und tiefgehende Datenanalysen. Käufer, die nach einer hochwertigen Plattform für Performance-Monitoring suchen, werden wahrscheinlich beide auf ihrer Liste starker Kandidaten finden.
Allerdings gibt es zwischen diesen beiden Lösungen ebenso viele Unterschiede wie Gemeinsamkeiten. Unterm Strich handelt es sich um sehr unterschiedliche Produkte, die Käufer mit verschiedenen Zielen ansprechen. Hier ein Blick auf beide Lösungen, ihre Unterschiede und die idealen Einsatzbereiche.
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Datadog vs. Splunk: Vergleich der wichtigsten Funktionen
Die Splunk-Plattform ermöglicht die Suche, Netzwerküberwachung und Analyse riesiger Mengen an IT-Daten, um Datenmuster zu erkennen, Metriken bereitzustellen, Probleme zu diagnostizieren und geschäftliche sowie IT-Entscheidungen zu unterstützen.
Um den Umfang von Splunk zu verdeutlichen: Security Information & Event Management (SIEM) kann als nur ein kleiner Teil des Funktionsumfangs betrachtet werden. Über den Sicherheitsbereich hinaus umfasst die Plattform APM, Compliance, Automatisierung, Orchestrierung und Forensik sowie zahlreiche Funktionen für IT-Service-Management (ITSM) und IT-Operations-Management (ITOM).
Splunks große Produkt- und Funktionspalette ist in der Splunk Observability Suite gebündelt. Die Plattform kann Daten analysieren, aufnehmen und zur späteren Verwendung speichern sowie Probleme erkennen, die sich auf Kunden auswirken. Insgesamt bietet sie ein Management-Spektrum, das sich über die gesamte IT und den Sicherheitsbereich erstreckt. Wer SIEM, ITOM und ITSM integriert verwalten möchte, findet in Splunk ein leistungsfähiges Tool, das diese Aufgabe bewältigen kann. Es bietet zahlreiche Funktionen für Visualisierung und Analyse in Echtzeit sowie für Management und Monitoring.
Datadog bezeichnet sich selbst nicht als vollständige SIEM-, ITSM- oder ITOM-Plattform. Der Schwerpunkt liegt stärker auf dem Cloud-Monitoring und der Cloud-Sicherheit. Die Plattform ermöglicht Einblicke in jeden Stack und jede Anwendung – unabhängig von Größe und Standort. Infrastruktur-Monitoring, APM, Log-Management, Geräteüberwachung, Cloud-Workload-Monitoring, Server-Monitoring und Datenbank-Monitoring gehören zum Funktionsumfang.
Datadog ist besonders stark darin, die Performance und Transparenz mehrerer Clouds im Netzwerk zu überwachen und Cloud-Services zu verwalten. Datadog hilft der IT, Performance-Daten detailliert zu untersuchen. Das Tool erzeugt Warnmeldungen zu potenziellen Problemen und unterstützt die IT dabei, zugrunde liegende Ursachen zu erkennen.
Datadog kann Daten aus Logs und anderen Metriken zusammenführen, um Kontext bereitzustellen und so die Reaktionszeit auf Vorfälle zu verkürzen. Die Benutzeroberfläche bündelt Performance-Monitoring, Warnmeldungsmanagement und Datenanalyse an einem Ort. Zu den jüngsten Erweiterungen der Plattformen zählen Netzwerk-Monitoring, Sicherheitsanalyse, AIOps, Business Analytics, eine mobile App und eine Oberfläche für das Incident-Management.
Bei einer genaueren Betrachtung beider Tools lassen sie sich am besten anhand ihrer Funktionsweise unterscheiden. Die Splunk-Anwendung verfolgt eher einen Log-Management-Ansatz und eignet sich daher ideal für die Verwaltung und Überwachung der großen Datenmengen, die von den im Netzwerk betriebenen Geräten erzeugt werden. Datadog verfolgt dagegen eher einen auf Analytics ausgerichteten Monitoring-Ansatz. Daher wird Datadog von DevOps- und IT-Teams bevorzugt, wenn es um die Performance von Cloud und Infrastruktur geht.
Splunk liegt beim Funktionsumfang vorn, während Datadog bei der APM-Tiefe leicht überlegen ist.
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Datadog vs. Splunk: Neue Funktionen
Beide Unternehmen waren bei neuen Funktionen und Updates aktiv, wobei Datadog bei Produktankündigungen mit Abstand am häufigsten in Erscheinung tritt. Dazu gehört die Integration mit Amazon Security Lake, die es Nutzern von Amazon Security Lake erleichtert, Cloud-Sicherheitslogs in einem Standardformat an Datadog zu senden. Dadurch entfällt die Notwendigkeit, Datenpipelines zur Aggregation und Weiterleitung von Sicherheitslogs an verschiedene Sicherheitsanalyse-Lösungen zu erstellen.
Datadog ermöglicht dies mit minimalem Konfigurationsaufwand. Sobald Sicherheitslogs aufgenommen wurden, können Nutzer Bedrohungen mithilfe sofort einsatzbereiter Erkennungsregeln oder durch das Schreiben eigener Sicherheitsregeln analysieren und identifizieren.
Außerdem hat Datadog Universal Service Monitoring veröffentlicht. Damit werden automatisch alle Microservices in der Umgebung eines Unternehmens erkannt und Einblicke in deren Zustand und Abhängigkeiten bereitgestellt – ohne Änderungen am Code. Dies ergänzt Datadogs bestehende Funktionen für Infrastruktur- und Application-Monitoring.
Schließlich hat Datadog Cloud Cost Management veröffentlicht, um die Cloud-Ausgaben eines Unternehmens im Kontext von Observability-Daten darzustellen. Dadurch können Engineering- und FinOps-Teams Ausgaben automatisch Anwendungen, Services und Teams zuordnen, Änderungen der Ausgaben verfolgen, deren Ursachen verstehen und Kosten als wichtigen Leistungsindikator für den Zustand von Anwendungen berücksichtigen.
Splunks Ankündigungen konzentrierten sich meist auf Finanzthemen und hoben die Position des etablierten Marktteilnehmers hervor, der Datadog beim Umsatz deutlich voraus ist. In jüngerer Zeit gab es jedoch einige Produkt- und Service-Updates.
Splunk hat seine Zusammenarbeit mit Amazon Web Services (AWS) ausgeweitet und wurde mit AWS zum ISV Partner of the Year in Nordamerika ernannt. Auch Splunk hat das Splunk Add-on for Amazon Security Lake auf dem Content-Marktplatz Splunkbase veröffentlicht. Damit lässt sich ein Security Data Lake aus integrierten Cloud- und On-Premises-Datenquellen sowie privaten Anwendungen erstellen. Gemeinsame Kunden von Splunk und AWS profitieren von der vereinfachten gemeinsamen Nutzung und Analyse heterogener Sicherheitsdaten, da der Schritt der vorherigen Normalisierung der Daten entfällt.
Datadog liegt bei neuen Funktionen und Innovation vorn.
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Datadog vs. Splunk: Management, Support und Benutzerfreundlichkeit
Splunks große Produkt- und Funktionspalette ist in der Splunk Observability Suite gebündelt. Die Plattform kann Daten analysieren, aufnehmen und zur späteren Verwendung speichern sowie Probleme erkennen, die sich auf Kunden auswirken.
Insgesamt bietet Splunk ein Management-Spektrum, mit dem Datadog gar nicht erst konkurrieren will. Wer sämtliche Sicherheitsinformationen und -ereignisse (SIEM), alle IT-Operations (ITOM) oder alle IT-Services (ITSM) verwalten möchte, findet in Splunk eine weitaus vollständigere Lösung als in Datadog. Es besteht kein Zweifel daran, dass Splunk einen deutlich größeren Teil der IT-Landschaft abdeckt als Datadog.
Daraus ergeben sich Vorteile für diejenigen, die sich für Splunk entscheiden. Splunk bietet beispielsweise eine Fülle von Funktionen für Visualisierung und Analyse in Echtzeit, mit denen Datadog nicht mithalten kann. Wenn Echtzeit-Management und -Monitoring entscheidend sind, ist diese Frage eindeutig entschieden.
Splunk lässt sich laut Nutzerberichten allerdings nicht einfach implementieren. Die Erstbereitstellung kann über die Cloud erfolgen. Aufgrund der Größe und Komplexität von Splunk ist die Plattform nichts für Anfänger. Für die Bereitstellung und den Betrieb sind neben Unterstützung durch den Anbieter auch umfangreichere interne Fachkenntnisse erforderlich. Nutzer berichten, dass sich die ausgefeilte Funktionalität von Splunk auch in der Benutzerfreundlichkeit widerspiegelt. Wer mit der Plattform sehr vertraut ist, wird sie relativ einfach bedienen können. Für alle anderen ist die Lernkurve steil.
Datadog lässt sich im Gegensatz dazu dank der Bereitstellung über Agents offenbar unkompliziert installieren. Allerdings sind einige Skripte über die Kommandozeile erforderlich. Dashboards und Oberflächen lassen sich relativ einfach an die eigenen Bedürfnisse anpassen. Die Hauptoberfläche deckt ein breites Spektrum ab. Das ist für erfahrene Nutzer ideal, kann neue Nutzer jedoch aufgrund der Vielzahl an Optionen überfordern.
Während Splunk beim Umfang des Managements eindeutig vorn liegt, schneidet Datadog bei der Tiefe besser ab – zumindest innerhalb eines begrenzten Funktionsumfangs. Im Bereich APM und Cloud-Services bietet Datadog bessere Möglichkeiten zur Detailanalyse und allgemein bessere Management-Funktionen. Außerdem kann Datadog sich besser selbst verwalten. Während Splunk darauf angewiesen ist, dass die IT Probleme im Zusammenhang mit Splunk bemerkt und behebt, erzeugt Datadog Warnmeldungen zu potenziellen oder tatsächlichen Problemen innerhalb der eigenen Plattform und hilft der IT, die zugrunde liegenden Ursachen zu erkennen.
Hier gibt es keinen eindeutigen Sieger.
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Datadog vs. Splunk: Preise
Es ist allgemein bekannt, dass Splunk keine kostengünstige Option ist. Als Splunk vor einigen Jahren zum Liebling im Bereich SIEM und ITSM aufstieg, legte das Unternehmen seine Preise entsprechend fest. Auch die verschiedenen Module innerhalb von Splunk gelten als teuer.
Darüber hinaus kann Upselling das Budget deutlich erhöhen, etwa wenn Sie das SIEM-Modul benötigen. Wenn Sie Performance-Monitoring benötigen, kommt ein APM-Modul hinzu; nach und nach kommen weitere Module dazu und der Preis steigt. Das ist in der IT durchaus üblich. Wenn man es jedoch bereits mit einer kostspieligen Plattform zu tun hat, ist es wichtig zu bestimmen, was wirklich benötigt wird und worauf man verzichten kann.
Splunk bietet beispielsweise eine Fülle von Funktionen für Visualisierung und Analyse in Echtzeit, die Datadog nicht bietet. Wenn Echtzeit-Management und -Monitoring entscheidend sind, ist Splunk die klare Wahl. Das hat allerdings seinen Preis.
Echtzeit-Monitoring klingt großartig, aber nicht jeder benötigt es in einem solchen Maß, dass sich dieser Aufpreis rechtfertigt. Datadog verzichtet auf Echtzeit-Funktionen und ist deutlich günstiger als sein großer Konkurrent. Auch bei Bereitstellung und Support schneidet Datadog im Hinblick auf niedrige Kosten besser ab. Die Kosten für Implementierung und Support von Splunk können steigen, sobald die Software ausgerollt wird.
Siehe auch: Trends im Echtzeit-Datenmanagement
Datadog vs. Splunk: Fazit
Splunk und Datadog sind beides hervorragende Tools, die zahlreiche Herausforderungen im Zusammenhang mit Sicherheit und Performance-Monitoring lösen. Mit keiner der beiden Lösungen kann man viel falsch machen. Beide sind im APM stark. Tatsächlich gelten beide im aktuellen Gartner Magic Quadrant für APM als führend. Beide bieten außerdem zahlreiche fortschrittliche Funktionen für ihr Geld, die weit über APM hinausgehen. Und beide sind Vorreiter bei Innovationen und zukünftigen Produktplänen.
In der Realität geht es jedoch weniger um die Entscheidung für das eine oder andere Tool als darum, den eigenen tatsächlichen Bedarf zu bestimmen. Datadog dreht sich ganz um die Performancemessung von Cloud-Services und ist besonders gut darin, die Performance von Datenbanken und Servern sowie die Performance in einer Multi-Cloud-Welt zu messen. Die Plattform versucht nicht, das gesamte SIEM-, ITOM- und ITSM-Spektrum abzudecken. Stattdessen konzentriert sie sich auf einen Teilbereich und erfüllt diese Aufgabe besonders gut. Unternehmen, die bereits zahlreiche Tools für Sicherheit und IT-Management einsetzen, tendieren daher möglicherweise eher zu Datadog, um ihre bestehenden Maßnahmen zu ergänzen.
Splunk ist dagegen eine deutlich breitere Plattform und ein umfangreicheres Toolset für große Unternehmen mit hohen Anforderungen. Der Log-Management-Ansatz erweist sich häufig als unschätzbar wertvoll, wenn Logdateien schnell analysiert und riesige Datenmengen ausgewertet werden müssen, damit die IT weiß, was vor sich geht. Ob es sich um einen Performance-Einbruch oder einen Sicherheitsvorfall handelt – Splunk ist eine gute Möglichkeit, Problemen stets einen Schritt voraus zu sein. Wer eine umfassende Plattform für Sicherheits- und IT-Management benötigt, findet in Splunk daher die passendere Lösung. Auch Unternehmen mit veralteten Anwendungen, die für eine umfassende Modernisierung des Managements bereit sind, finden in Splunk eine passende Lösung. Die Plattform deckt ein großes Spektrum ab – sofern das Budget dafür vorhanden ist.
Weitere Informationen finden Sie auch unter: Was ist Data Governance?

