Bei allen Möglichkeiten des Cloud Computing müssen Führungskräfte in Unternehmen mit beiden Beinen fest auf dem Boden bleiben und die enorme Komplexität einer Cloud-Migration erkennen. Untersuchungen zeigen, dass jede dritte Cloud-Migration scheitert und nur 25 % der Unternehmen ihre Migrationsfristen einhalten.
Erschwerend kommt hinzu, dass 90 % der CIOs bereits fehlgeschlagene oder unterbrochene cloudbasierte Datenmigrationsprojekte erlebt haben. Ganz offensichtlich handelt es sich um ein gewaltiges Vorhaben, das von versteckten Fallstricken gesäumt ist. Eine problematische Migration kann Unternehmen durch hohe Mehrausgaben infolge fehlerhafter Anwendungen, Datenverlust und eine geschwächte Sicherheit potenziell lähmen – schlimmstenfalls ist sogar eine erneute Migration zurück zu lokalen IT-Systemen erforderlich.
Doch trotz der turbulenten Natur von Cloud-Migrationen ist der heutige Markt bestens in der Lage, diese Herausforderungen zu bewältigen und Unternehmen einen reibungsloseren Übergang in die Cloud zu ermöglichen. Im Folgenden werden einige der größten Hindernisse bei Cloud-Migrationen vorgestellt – achten Sie darauf, dass Ihre Pläne nicht an einem dieser häufigen Fehler scheitern.
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1) Der falsche Migrationsansatz
Führungskräfte in Unternehmen fühlen sich von bestimmten Cloud-Lösungen angezogen, die eine schnelle, einfache und kostengünstige Cloud-Migration versprechen. Dabei prüfen sie jedoch nicht ausreichend, ob diese Ansätze zu ihrer Situation und ihren Fähigkeiten passen.
Nehmen wir beispielsweise den Lift-and-Shift-Ansatz: Theoretisch ist er am wenigsten störend und wird aus diesem Grund von vielen Unternehmen bevorzugt. Dabei werden Anwendungen und Abläufe von lokalen IT-Systemen in die Cloud übertragen, ohne dass jede Komponente aufwendig neu entworfen oder strukturiert werden muss.
Das bedeutet, dass kaum oder gar keine Codeänderungen erforderlich sind. In den Augen vieler Führungskräfte in Unternehmen wirkt dies wie eine bequeme Abkürzung, die Zeit, Geld und personelle Ressourcen sparen kann – tatsächlich könnte jedoch genau das Gegenteil der Fall sein.
Cloud-Migrationen sind nicht der richtige Bereich, um Abkürzungen zu nehmen, und auch der Lift-and-Shift-Ansatz ist nicht risikofrei. Das Drag-and-drop-ähnliche Verfahren bedeutet, dass vorhandene Fehler in Ihrer lokalen IT-Umgebung in die neue Umgebung übertragen werden, was den Implementierungsprozess beeinträchtigen kann.
Darüber hinaus ist die Wartung in der Cloud weniger eng an die herkömmliche lokale Wartung gebunden und erfordert eine stärkere Aufteilung der Verantwortlichkeiten zwischen Ihrem Unternehmen und dem Anbieter.
2) Zu viel auf einmal
Auch wenn Anbieter intensiv daran arbeiten, reibungslose Cloud-Migrationen zu ermöglichen, ist der Vorgang nach wie vor ein gewaltiges Vorhaben, das viel Zeit und Aufwand sowie eine Umschulung der Mitarbeiter erfordert. Vor diesem Hintergrund ist der Versuch, den Übergang in einem einzigen Schritt zu vollziehen, äußerst riskant. Je nach Größe des Unternehmens und seiner Architektur können Cloud-Migrationen Jahre dauern.
Nicht alles kann gleichzeitig verschoben werden, und nicht jeder Prozess oder jede Infrastrukturkomponente ist mit der Cloud kompatibel. Falsch geschriebener Code wird in der neuen Umgebung verheerende Folgen haben und ungeschultes Personal in ein Dickicht von Komplikationen verstricken.
Eine schrittweise Migration ermöglicht es Unternehmen, schnell auf Fehler zu reagieren, ohne den normalen Geschäftsbetrieb zu beeinträchtigen. Ein zu schneller Übergang kann ein Unternehmen dazu zwingen, seine Aktivitäten vollständig einzustellen, um das Problem zu beheben.
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3) Mangel an Fachpersonal
Ein Fachkräftemangel in einem so komplexen Bereich wie der Cloud kann verheerend sein. Während des Migrationsprozesses werden unweigerlich Probleme auftreten, und die Fähigkeit, effizient darauf zu reagieren, entscheidet darüber, ob diese Schwierigkeiten nur eine kleine Hürde oder ein kompletter Unfall sind.
Es gibt so viele Variablen, die analysiert werden müssen, um festzustellen, was schiefläuft, wo es passiert und wie es behoben werden kann. Für viele Unternehmen ist die Menge der Daten, die übertragen, gespeichert, genutzt und überwacht werden müssen, astronomisch.
Tatsächlich müssen diese Daten häufig in Echtzeit von einer Reihe von Anwendungen in verschiedenen Clouds verarbeitet werden, die über unterschiedliche Architekturen verfügen und Daten zu verschiedenen Orten auf der ganzen Welt übertragen und von dort empfangen. Ohne sachkundiges und erfahrenes Personal sind Probleme vorprogrammiert.
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Die Cloud ist den Aufwand dennoch wert
Die heutigen Cloud-Angebote sind ausgereifter und stärker serviceorientiert und bieten Ihnen mehr Brücken für den Übergang in die Cloud. So gibt es beispielsweise verwaltete Datenbanken als Service (DBaas), die für eine hohe Verfügbarkeit Ihrer Datenbank sorgen und zugleich Ihre Fähigkeit zur nahtlosen Skalierung verbessern. Solche Angebote waren vor fünf Jahren noch nicht verfügbar.
Damals mussten Sie einen Spezialisten einstellen, was hohe Servicegebühren verursachte. Heute benötigen Sie lediglich eine API. Aus geschäftlicher Sicht ist das ideal, denn Sie müssen nicht in einen Spezialisten investieren, der Ihre App in der Cloud entwickelt – stattdessen können andere Unternehmen den Service für Sie betreiben.
Programmierer können stattdessen eingestellt werden, um sich auf die Entwicklung wertvoller Anwendungen zu konzentrieren, die einen Mehrwert bieten, anstatt Systeme zu verwalten und zu warten. Auf dem heutigen Markt können Unternehmen eine Cloud-Umgebung nutzen, die Einfallsreichtum und ein fortschrittliches Toolset fördert und es ihnen ermöglicht, als Marktführer zu bestehen.
Über den Autor:
Ryan Powers, Director of Product Marketing, Redis

