Für IT-Mitarbeiter an vorderster Front ist der Stress – und das potenzielle Burnout-Risiko – ein arbeitsmedizinisches Problem, das ernst genommen und angegangen werden muss. Auch wenn es nicht unbedingt feste Regeln gibt, die befolgt werden müssen, sollten CIOs, die Unternehmensleitung und Manager einige Schritte unternehmen, um Burnout in ihren Teams zu bekämpfen.
Während die Pandemie in eine Endemie übergeht und die Great Resignation viele Unternehmen mit zu wenig Personal zurücklässt, ist der Umgang mit dem Stress und der Erschöpfung der verbleibenden Mitarbeiter wichtiger denn je. Sehen wir uns einige Best Practices für diese hohe Priorität an.
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1) Unausgesprochene Signale wahrnehmen
Mitarbeiter sagen Ihnen nicht immer, wenn sie allmählich gestresst, überlastet oder unmotiviert sind. Es liegt in der Verantwortung von IT-Führungskräften – CIOs und der Unternehmensleitung –, die unausgesprochene Körpersprache auf Anzeichen für nachlassendes Engagement oder zunehmende Frustration zu deuten.
Praktisch jedes IT-Team hat die Auswirkungen der Great Resignation zu spüren bekommen. Personalmangel führt zu noch größerem Druck auf die verbleibenden Teammitglieder. Während CIOs und die Personalabteilung zusammenarbeiten, um neue Talente zu gewinnen, muss ebenso viel Wert auf die Verbesserung der Mitarbeitererfahrung gelegt werden, um die vorhandenen Mitarbeiter zu halten.
Direkte Gespräche mit Teammitgliedern zu führen, ist eine der besten Möglichkeiten, frühe Anzeichen von Burnout zu erkennen. Proaktive Besprechungen zu planen, um Teammitglieder besser kennenzulernen und mit ihnen unter vier Augen zu sprechen, hilft Mitarbeitern, sich wohlzufühlen, sich zu öffnen und über Schwierigkeiten zu sprechen, mit denen sie bei der Arbeit möglicherweise zu kämpfen haben.
Teammitglieder sollten sich unterstützt und ermutigt fühlen, offen über ihre psychischen Belastungen zu sprechen. Tatsächlich machen sich fast die Hälfte (42 %) der Fachkräfte im Technologiebereich Sorgen um ihre psychische Gesundheit aufgrund des Drucks bei der Arbeit, während 75 % der technischen Mitarbeiter sich heute mehr um ihre psychische Gesundheit sorgen als vor der Pandemie. Das Management kann keine Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen ergreifen, wenn es die tatsächlichen Probleme vor Ort nicht kennt.
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2) Frustrationen der IT-Mitarbeiter erkennen und angehen
In den vergangenen Jahren haben Unternehmen und IT-Fachleute begonnen, sich intensiv auf die Mitarbeitererfahrung zu konzentrieren, wobei die Fortschritte uneinheitlich ausfielen. Weil man sich darauf verlässt, dass IT-Mitarbeiter Probleme lösen, wird leicht vergessen, dass auch sie Mitarbeiter sind.
IT-Teams benötigen die richtigen Lösungen, um zeitraubende Routineaufgaben zu reduzieren, damit sie sich auf strategischere Arbeitsabläufe konzentrieren können. Führungskräfte müssen ihren Mitarbeitern zuhören, um zu verstehen, welche Arbeitsbereiche automatisiert werden können, damit sich Prozesse vereinfachen und die Wahrscheinlichkeit von Burnout verringern lässt.
Es gibt unzählige Routineaufgaben, die zu Burnout oder Erschöpfung beitragen können. Dazu gehören übermäßig komplizierte Sicherheitsprotokolle für die Anmeldung bei Anwendungen oder auch Ticketsysteme. Diese sollen Unternehmensmitarbeiter zwar „unterstützen“, überfluten IT-Teams jedoch mit nicht kritischen Anfragen, die ihre Zeit mit unproduktiver Arbeit beanspruchen und dadurch zu weniger nützlichen Ergebnissen für Unternehmen führen.
Für IT-Mitarbeiter und Teammitglieder in einem wachsenden Unternehmen können Ticketanfragen exponentiell zunehmen. Auch wenn ein wachsendes Unternehmen ein gutes „Problem“ ist, kann dies tatsächlich dazu führen, dass Mitarbeiter zu viel Zeit mit der Bearbeitung verschiedener Anfragen zum Onboarding und Offboarding verbringen – sodass der IT keine Zeit bleibt, sich auf die wichtigeren Geschäftsziele zu konzentrieren.
Eine Möglichkeit, dies zu lösen, besteht darin, ein internes Audit durchzuführen, um festzustellen, wo sich wiederkehrende Aufgaben bündeln und mithilfe der Leistungsfähigkeit von Orchestrierung und RPA.
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3) Wachsam bleiben
Manager müssen die Anliegen ihrer Mitarbeiter stets im Blick behalten. Um Burnout bei IT-Mitarbeitern vorzubeugen, sollten sich IT-Führungskräfte dazu befugt fühlen, Prozesse einzustellen, die nicht funktionieren oder keinen Mehrwert bieten. Denken Sie daran: Die digitale Transformation ist kein Projekt, sondern ein kontinuierlicher Prozess.
Führen Sie regelmäßig Audits durch, um die Wirksamkeit von Prozessen sowie die Mitarbeiter- und Anwendererfahrung zu messen. So lässt sich feststellen, an welchen Stellschrauben gedreht werden muss, um Burnout zu bekämpfen und eine gesunde Mitarbeitererfahrung für alle zu schaffen – auch für Ihre IT-Profis.
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Über den Autor:
Prasad Ramakrishnan, CIO, Freshworks

