Mitarbeiter, die täglich KI nutzen, sind laut einer neuen Studie des Happiness Research Institute und von Jabra mit dem Titel „Work and wellbeing in the age of AI“ 34 % zufriedener mit ihrer Arbeit und blicken optimistischer in die Zukunft.
Regelmäßige KI-Nutzer berichteten auch von einem stärkeren Sinngefühl bei der Arbeit und außerhalb des Büros; zwei Drittel derjenigen, die eine hohe Arbeitszufriedenheit angaben, bezeichneten sich auch in ihrem Privatleben als glücklich.
„Die Zukunft der Arbeit ist nicht nur technologisch – sie ist auch emotional“, sagte Meik Wiking, Chief Executive Officer des Happiness Institute und Autor von „The Little Book of Hygge“, in einer Stellungnahme.
Die Forscher untersuchten die Schnittstelle zwischen Arbeitsplatztechnologie und emotionalem Wohlbefinden und befragten mehr als 3.700 Wissensarbeiter in 11 Ländern.
Beruflicher Aufstieg, erreichte Ziele
Darüber hinaus ergab der Bericht, dass 78 % der häufigen KI-Nutzer angaben, ihre beruflichen Ziele besser zu erreichen, verglichen mit nur 63 % der gelegentlichen Nutzer. Ebenso sahen 70 % der regelmäßigen KI-Nutzer mehr Möglichkeiten für ihren beruflichen Aufstieg, gegenüber 38 % derjenigen, die KI höchstens einmal pro Woche nutzten.
Auch KI-Nutzer blickten optimistischer auf ihre berufliche Zukunft. Der Studie zufolge gingen 47 % der häufigen Nutzer davon aus, dass ihre Arbeitszufriedenheit steigen würde, verglichen mit 27 % der gelegentlichen Nutzer. Sie waren außerdem zuversichtlicher, dass ihre Arbeit weiterhin Freude bereiten (44 % gegenüber 23 %) und erfüllend sein würde (45 % gegenüber 24 %).
Die Kehrseite: KI verursacht Stress
Trotz der insgesamt positiven Effekte berichteten häufige KI-Nutzer von einem um 20 % höheren Stressniveau als diejenigen, die KI seltener nutzen. Die Studie legt nahe, dass dies auf den Druck zurückzuführen sein könnte, neue Tools zu beherrschen, effektive Prompts zu erstellen und mit sich weiterentwickelnden KI-Systemen.
Die zusätzliche mentale Belastung durch die Überprüfung und Interpretation von von KI generierten Ergebnissen könnte ebenfalls zum steigenden Stressniveau beitragen. Mitarbeiter müssen diese Tools nicht nur nutzen, sondern die Antworten der KI auch regelmäßig überprüfen und verifizieren, was kritisches Urteilsvermögen und Aufmerksamkeit erfordert.
KI hat am Arbeitsplatz noch Luft nach oben
Obwohl die vielen Vorteile von KI dokumentiert sind, steckt ihr Einsatz bei der Arbeit noch in den Kinderschuhen. Fast ein Drittel der hochqualifizierten Fachkräfte hat laut dem Bericht bei der Arbeit noch nie KI genutzt. Diejenigen, die dies tun, setzen KI mit einer großen Bandbreite an Eingaben ein – vom Tippen bis zur Nutzung von Sprachbefehlen – und verwenden sie für vielfältige Aufgaben in unterschiedlichen Umgebungen.
Dies markiert laut dem Bericht einen „entscheidenden Moment“ für KI am Arbeitsplatz. Organisationen müssen nun überlegen, wie sie KI-Tools so einsetzen können, dass sie das Wohlbefinden der Mitarbeiter unterstützen – statt es zu beeinträchtigen.
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