Reflection AI unterzeichnet 1-Milliarde-US-Dollar-Deal mit Nebius über Rechenkapazität vor dem Start eines öffentlichen Modells

A human hand about to shake hands with a robotic hand.

Image: NatalieZera/Envato

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David Curry
David Curry
Jul 14, 2026
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Reflection AI hat mit dem Neocloud-Anbieter Nebius eine Vereinbarung über Rechenkapazität im Wert von 1 Milliarde US-Dollar unterzeichnet – die zweite große Vereinbarung des Unternehmens, obwohl es noch kein öffentliches KI-Modell auf den Markt gebracht hat.

Dies ist ein weiteres Zeichen für die wachsende Kluft zwischen Angebot und Nachfrage nach KI-Ressourcen. Mehrere KI-Modellentwickler haben Milliardenverträge mit Neoclouds und Hyperscalern angekündigt, um sich Kapazitäten zu sichern. Die Vereinbarung mit Nebius ist kleiner angelegt als der 6,3-Milliarden-US-Dollar-Deal, den Reflection mit SpaceX unterzeichnet hat im vergangenen Monat und für den das Start-up bis 2029 monatlich 150 Millionen US-Dollar zahlt.

Open-Source-KI-Modelle, in Amerika entwickelt

Reflection AI wurde von zwei ehemaligen Google-DeepMind-Forschern gegründet, um Open-Source-Modelle als Alternativen zu denen von OpenAI und Anthropic zu entwickeln. Da sich der Markt vom Tokenmaxxing hin zu einem kostenbewussteren Einsatz von KI verschiebt, könnte eine in den USA entwickelte Open-Source-Alternative wertvoll sein – insbesondere, da sich viele amerikanische Unternehmen derzeit günstigeren chinesischen KI-Modellen zuwenden.

„Der Bedarf an offenen Modellen ist eindeutig, und diese zusätzliche Rechenkapazität wird Reflection ermöglichen, weiterhin KI-Modelle der Spitzenklasse in großem Maßstab zu entwickeln und zu trainieren“, sagte Ioannis Antonoglou, Chief Technology Officer und Mitgründer von Reflection, gegenüber Reuters.

Reflection AI hat jedoch auch nach zwei Jahren am Markt noch kein öffentliches KI-Modell auf den Markt gebracht. Das Unternehmen hat einen Agenten namens Asimov veröffentlicht, der Code analysieren kann, doch im Vergleich zu den Produkten seiner größeren Konkurrenten ist das kaum der Rede wert.

Außerdem wurde das Unternehmen als eines der KI-Unternehmen eingestuft, denen der Zugang zu geheim eingestuften Bereichen gewährt wurde – und zwar vom Pentagon. Das deutet darauf hin, dass seine Modelle oder Anwendungen bei Partnern mit Zugriff darauf hoch geschätzt werden.

Neoclouds sind in Zeiten hoher Nachfrage die Gewinner

Die großen Neoclouds schließen umfangreiche Vereinbarungen mit KI-Modellentwicklern und Hyperscalern ab, die beide zusätzlichen Bedarf an Rechenkapazität haben. Während einige Hyperscaler, allen voran Google, Schwierigkeiten haben, ihre Kunden zu versorgen und gleichzeitig ihre eigenen KI-Trainingsaufgaben zu bewältigen, sind Neoclouds nicht in gleichem Maße belastet.

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Gleichzeitig sind Neoclouds flexibler als Hyperscaler und können Rechenzentren umrüsten, um die individuellen Anforderungen einzelner Kunden zu erfüllen. Nebius, das aus der russischen Suchmaschine Yandex hervorgegangen ist, hat eine Vereinbarung im Wert von bis zu 27 Milliarden US-Dollar mit Meta und eine weitere im Wert von bis zu 19,4 Milliarden US-Dollar mit Microsoft.

Anthropic, der Marktführer im Bereich Unternehmens-KI, hat kürzlich mit TeraWulf eine Vereinbarung über 19 Milliarden US-Dollar unterzeichnet, einer Neocloud, die erst mit dem Wechsel vom Kryptomining zur KI-Infrastruktur beginnt. Dies war möglicherweise das bisher deutlichste Zeichen dafür, dass KI-Modellentwickler Kapazitätsverträge abschließen werden, wo immer sie welche finden.

Der Markt wird so wertvoll, dass Betreiber mit zusätzlicher Kapazität wie SpaceX Vereinbarungen mit Anthropic, Google und Reflection AI unterzeichnet haben. Meta, das Milliarden in den Ausbau seiner eigenen KI-Infrastruktur investiert hat, prüft Berichten zufolge auch die Gründung eines Cloud-Computing-Geschäfts für Partner oder Konkurrenten.

Angesichts der Summen, die in die Sicherung von Kapazitäten investiert werden, scheint es unwahrscheinlich, dass der derzeit von den führenden KI-Modellentwicklern geführte Preiskampf fortgesetzt wird – insbesondere, wenn sie an die Börse gehen. Für Betreiber wie Reflection AI wird es trotz der starken Nachfrage nach KI-Tools noch schwieriger werden, Wege zur Umsatzgenerierung zu finden und gleichzeitig ihren Marktanteil auszubauen.

Weiterführende Lektüre: Während KI-Unternehmen Milliarden in ihr Wachstum investieren, stärkt Anthropic auch die Aufsicht durch seinen Governance Trust.

David Curry

David Curry is a tech journalist and analyst with over a decade of experience writing for established outlets. He holds a master’s degree in International Journalism from the University of Leeds and has covered the technology sector since the early 2010s. His work focuses on B2B technology, data journalism, mobile apps and app markets, artificial intelligence, digital platforms, and emerging technologies. He earned a BA from the University of Lincoln and an MA from the University of Leeds.

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