Waymo hat die Genehmigung erhalten, sein kostenpflichtiges Robotaxi-Gebiet auf weitere kalifornische Countys auszuweiten, wodurch der Dienst potenziell Millionen weiterer Einwohner erreichen könnte.
Die kalifornische Public Utilities Commission genehmigte Waymos Antrag auf die Ausweitung seines kostenpflichtigen Fahrgastdienstes. Das Unternehmen erklärte jedoch, der Ausbau werde Zeit brauchen, da es Depots, Ladestationen und andere lokale Infrastruktur einrichte.
Wohin Waymo als Nächstes expandieren kann
Waymo erhielt außerdem die Genehmigung, kostenpflichtige Fahrten in einem größeren Bediengebiet anzubieten, das die Bay Area und Los Angeles sowie Sacramento und San Diego umfasst. Die vorherige Genehmigung erstreckte sich auf kleinere Gebiete; der Betrieb auf Highways war separat genehmigt worden.
Das erweiterte Gebiet umfasst in Nordkalifornien die Countys Alameda, Contra Costa, Marin, Napa, San Mateo, Santa Clara, Santa Cruz, Solano, Sonoma und Yolo sowie in Südkalifornien die Countys Orange, Riverside, San Bernardino und Ventura. Die behördliche Genehmigung bedeutet nicht, dass Fahrten in diesen Countys sofort überall verfügbar sein werden.
Waymo entstand als Googles Projekt für selbstfahrende Autos und ist heute eine Tochtergesellschaft von Alphabet. Die fahrerlosen Fahrzeuge des Unternehmens operieren unter definierten geografischen und Umweltbedingungen mit Automatisierungsgrad 4, nicht mit Stufe 5. Dafür müssten sie unter allen Bedingungen fahren können, unter denen auch ein Mensch fahren könnte.
Beschleunigung des Ausbaus auf eine Million kostenpflichtige Fahrten
Waymos Expansion in weite Teile Kaliforniens, bereits sein am weitesten entwickelter Markt, könnte das Unternehmen seinem ambitionierten Ziel von einer Million Fahrten pro Woche. Das Unternehmen erklärte, im März 2026 500.000 kostenpflichtige Fahrten pro Woche erreicht zu haben, und plant, seine Präsenz im Laufe des Jahres auf mehr als 20 Städte auszuweiten. Zu den internationalen Plänen gehört London, während die Arbeiten in Tokio mit Tests und Datenerfassung begonnen haben und nicht mit einem kommerziellen Robotaxi-Start.
Trotz dieser Beschleunigung achtet Waymo darauf, nicht zu schnell zu expandieren. Viele Menschen zögern noch, autonome Fahrzeuge zu nutzen; die Mehrheit der Menschen in den USA wäre nicht bereit, in einem solchen Fahrzeug mitzufahren. Nachrichten über Unfälle mit autonomen Fahrzeugen ziehen zudem in der Regel deutlich mehr öffentliche Aufmerksamkeit auf sich als Unfälle zwischen von Menschen gesteuerten Autos.
Auch Unfälle ohne Todesopfer ziehen erhebliche Medienaufmerksamkeit auf sich. Eine Reihe von Vorfällen, bei denen Waymo-Fahrzeuge in Baustellenbereiche einfuhren führte zu einem Rückruf fast der gesamten Flotte sowie zu einem vorübergehenden Verbot des Highway-Betriebs, während der Betreiber das Problem behob.
Waymos Vorsprung vor den Wettbewerbern wächst
Waymo hat seinen Vorsprung vor der Konkurrenz im vergangenen Jahr ausgebaut. Tesla betreibt seinen Taxidienst größtenteils weiterhin mit einem Sicherheitsfahrer auf dem Vordersitz, und der Robotaxi-Betrieb steckt noch in den Anfängen. Gerüchte über einen groß angelegten Start in Miami oder Houston haben sich nicht bewahrheitet, obwohl das Unternehmen kürzlich die Starlink-Integration in seine Cybercab-Flotte aufgenommen hat.
Dieser Vorsprung könnte Waymos Geldgebern mehr Vertrauen geben, dass der Betreiber der erste landesweit verfügbare Robotaxi-Dienst werden kann. Das Unternehmen wurde im Februar mit 110 Milliarden US-Dollar bewertet, doch dieser Wert könnte nur einen Bruchteil seines letztlichen Werts ausmachen, wenn es Uber und anderen Fahrdienstvermittlern bedeutende Marktanteile abnehmen kann.
Für den Robotaxi-Markt insgesamt ist Waymos Expansion in Kalifornien ein weiteres Zeichen dafür, dass sich der autonome Fahrdienst über begrenzte Pilotprojekte hinausbewegt und zu einem ernsthaften Wettbewerber für herkömmliche Fahrdienste wird.
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