Das Betrugsrisiko im Metaverse

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eWEEK EDITORS
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Feb 24, 2022
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Der Science-Fiction-Autor Neal Stephenson prägte den Begriff „Metaverse“ vor über 30 Jahren. 2022 ist er das größte Schlagwort. Der Wandel hin zu einer „Cyberwelt“, in der wir mithilfe einer „digitalen Identität“ arbeiten, einkaufen und sozial interagieren werden, hat große Marken wie Epic Games, Microsoft und Apple angezogen. Besonders bemerkenswert: Facebook hat sich in Meta umbenannt und 10 Milliarden US-Dollar in das Projekt investiert.

Auch wenn die Möglichkeiten des Metaverse ihren Reiz haben, bringen sie erhebliche Auswirkungen auf Cybersicherheit und Betrug mit sich. Während wir in den nächsten etwa fünf Jahren unweigerlich zum Metaverse übergehen, müssen Unternehmen den Fragen der Sicherheit und Regulierung große Aufmerksamkeit widmen, um den Schutz der Endnutzer sicherzustellen und die Sicherheitspraktiken auf dem neuesten Stand zu halten.

Was sind also die zentralen Bedenken in diesem unerforschten Gebiet? Im Folgenden finden sich einige Prognosen zu Fragen der Cybersicherheit im Zusammenhang mit dem Metaverse.

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Immaterielle Identität

Mit jedem bedeutenden digitalen Fortschritt kommen auch Akteure, die daraus Kapital schlagen wollen. Verbraucher und Unternehmen müssen daher auf eine flexible, digitale Betrugsprävention umsteigen, um mit diesem Tempo Schritt zu halten. Laut der Aite Group sollte der durch Identitätsdiebstahl verursachte Schaden 2021 auf atemberaubende 721,3 Milliarden US-Dollar steigen.

So schnell das Metaverse aufgebaut wird, so schnell werden Bedrohungsakteure einzigartige Wege ausprobieren, um offene Türen oder Lücken in seinem Fundament auszunutzen. Online-Angriffe reichen von gewöhnlicher Kontoübernahme und Phishing-Angriffen bis hin zu komplexeren Attacken – etwa dem Hosten gefälschter Dienste oder der Entführung digitaler Daten, was auf dem NFT-Marktplatz bereits geschieht. 

Da digitale Identitäten wesentlich einfacher zu erstellen sind als physische Karten, müssen Sicherheitsteams prüfen, wie sich diese digitalen Spuren nutzen lassen, um Betrug präzise und in Echtzeit zu erkennen. Gleichzeitig müssen Verbraucher beim Schutz persönlicher Informationen und digitaler Identitäten wachsam sein – ein Trend, der sich bislang noch nicht durchgesetzt hat. 

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Der Preis, den wir möglicherweise zahlen

Es liegt nahe, dass digitale Währungen in einer digitalen Welt zum Einsatz kommen. Doch bei einem Zahlungssystem wie Kryptowährungen bestehen erhebliche Betrugsrisiken. Bei der Abwicklung von Zahlungen können Nutzer unter anderem Opfer von unbefugter Kontonutzung (ATO), Betrug mit mehreren Konten, Affiliate-Betrug oder Rückbuchungen werden.

Zwischen 2020 und 2021 stieg der Diebstahl von Kryptowährungen um 516 % auf Kryptowährungen im Wert von 3,2 Milliarden US-Dollar. Goldman Sachs prognostizierte, dass die Blockchain für die Entwicklung des Metaverse entscheidend sein würde. Leider gibt es auch in der Blockchain-basierten Landschaft gehackte Wallets, gewaschenes Geld und unzählige Betrugsmaschen, was Experten und Analysten dieser digitalen Welt gegenüber skeptisch macht.

Da Kryptowährungsprojekte von Prominenten beworben werden, könnten Verbraucher verwirrt sein. Von Oktober 2020 bis März 2021 verloren Amerikaner 80 Millionen US-Dollar durch Betrugsmaschen mit Kryptowährungen – ein atemberaubender Anstieg um 1.000 %. Wenn die Identifizierung vollständig digital erfolgt, besteht die Herausforderung für Unternehmen darin, reibungslose und zugleich effektive Identitätsprüfungen für Kryptowährungstransaktionen zu entwickeln.

Wie intelligent sind intelligente Geräte?

Experten prognostizieren, dass das Metaverse mithilfe intelligenter Geräte und erweiterter Realität betrieben werden wird. Diese Technologien werden Avatare, Virtual-Reality-Headsets und tragbare NFTs.

kombinieren. Diese Geräte können zwar nützlich sein, doch die Wearables werden Daten aus dem realen und dem digitalen Leben der Nutzer sammeln. Bei der Erfassung einer außergewöhnlich großen Datenmenge werden Bedrohungsakteure noch stärker daran interessiert sein, sich Zugang zu verschaffen und Datenlecks bei diesen Identitätspässen zu verursachen.

Daraus ergeben sich Fragen dazu, wohin die Daten gelangen und wie sie reguliert werden. Einige Verbraucher sorgen sich auch über digitale Einbrüche und darüber, wie sich ihr Ruf im Falle eines Identitätsdiebstahls im Metaverse verändern könnte.

Aufgrund dieser Bedenken werden Daten- und Datenschutzbestimmungen noch einige Zeit ein zentrales globales Diskussionsthema bleiben.

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Wie können sich Unternehmensführer vorbereiten?

Der beste Weg, Betrug im Metaverse zu verhindern, besteht darin, mit einer mehrschichtigen Abwehr der Entwicklung voraus zu sein. Unternehmensführer müssen sich über ständig wechselnde Vorschriften und neue Angriffe im Klaren sein, um einen angemessenen Schutz sicherzustellen.

Mithilfe innovativer Technologien wie maschinellem Lernen und künstlicher Intelligenz können die zahlreichen Daten, über die Unternehmen verfügen, dazu beitragen, Bedrohungsakteure durch Geräte-Fingerprinting, Zwei-Faktor-Authentifizierung und eine schnelle, nahtlose Analyse der digitalen Spuren von Nutzern zu erkennen und abzuwehren.

Das Metaverse ist außerordentlich populär, finanziell gut ausgestattet und bietet Unternehmen zahlreiche Möglichkeiten, ihre Arbeitsweise zu verändern. Führungskräfte müssen jedoch weiterhin sorgfältig auf das Risikomanagement sowie auf das Interesse, die Geduld und die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit achten. Der Übergang in die neue Onlinewelt kann nur dann nahtlos erfolgen, wenn man den Risiken stets einen Schritt voraus ist.

Siehe auch: Technologieprognosen für 2022: Cloud, Daten, Cybersicherheit, KI und mehr

Über den Autor: 

Tamas Kadar, CEO von SEON

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