Salesforce hat seiner KI einen Körper gegeben. Das ist Henry, ein humanoider Roboter, der von der generativen KI-Plattform des Unternehmens angetrieben wird und dessen Technologie vom Bildschirm in die reale Welt bringen soll.
Auf der Dreamforce-Konferenz in San Francisco interagierte Henry mit den Teilnehmern, beantwortete Fragen und zeigte, wie das Agentforce-System von Salesforce eine physische Form annehmen kann. Der Roboter spiegelt den wachsenden Ehrgeiz des Unternehmens wider, seine intelligenten Agenten in Assistenten für die reale Welt zu verwandeln, die handeln und nicht nur analysieren können.
Von der Cloud in die konkrete Welt
Hinter Henrys freundlichem Äußeren läuft Agentforce 360, die neueste KI-Engine von Salesforce, die digitale Copiloten in autonome Arbeitskräfte verwandeln soll. Was normalerweise in Dashboards und CRMs lebt, treibt nun einen Roboter auf der Fläche an: einen, der Menschen treffen, in Echtzeit reagieren und die Cloud-Intelligenz von Salesforce in Bewegung bringen kann.
Agentforce verbindet Daten, Menschen und KI in einem gemeinsamen Rahmen und ermöglicht es intelligenten Agenten, abteilungsübergreifend mit integrierter Aufsicht zu handeln. Mit dem Low-Code-Tool Agentforce Builder können Unternehmen individuelle KI-Agenten entwickeln, während Agent Script die Regeln und Sicherheitsprüfungen festlegt, die für vorhersehbares und regelkonformes Verhalten sorgen.
Henry holt diese Intelligenz vom Bildschirm. Der Roboter wurde für den autonomen Betrieb oder den Einsatz unter Aufsicht entwickelt und verkörpert die Vision von Salesforce vom „agentischen Unternehmen“, in dem KI Menschen nicht ersetzt, sondern mit ihnen zusammenarbeitet und physische Aufgaben ebenso nahtlos erledigt wie digitale.
Roboter treten ihren Dienst an
Salesforce ist nicht das einzige Unternehmen, das KI in die physische Welt bringt. In allen Branchen finden Maschinen, die denken, planen und sich bewegen können, ihren Weg in alltägliche Arbeitsabläufe – von Lagerhäusern bis zu Empfangsschaltern.
DoorDash hat sich mit Serve Robotics zusammengetan und setzt Lieferroboter auf Gehwegen in großen US-Städten ein. Damit geht das Unternehmen über seine menschlichen Kuriere hinaus und automatisiert Bestellungen über kurze Distanzen. Amazon betreibt inzwischen mehr als eine Million Lagerroboter und nutzt seine DeepFleet-KI, um den Weg von Waren durch das Lager zu optimieren – vom Regal bis zur Haustür.
Auch Google bringt Robotern das logische Denken bei. Die neuen Modelle Gemini Robotics 1.5 kombinieren Bildverstehen, Sprache und Bewegungsplanung, sodass Maschinen ihre Schritte vor der Ausführung erklären können – etwa beim sorgfältigen Falten von Handtüchern oder Einräumen von Geschirr statt bei blindem Gehorsam.
Und dann wäre da noch Figure 03, der erste für die Massenproduktion konzipierte humanoide Roboter von Figure AI mit weichen Stoffpaneelen und einem Vision-Language-Action-Gehirn namens Helix. Er lernt neue Aufgaben im Haushalt anhand von nur wenigen Stunden Videomaterial mit Menschen.
Diese Fortschritte lassen den Sprung vom Chatbot zum Kollegen unausweichlich erscheinen.
Salesforce kehrt zu seinen Wurzeln zurück, um die nächste KI-Grenze zu erschließen
Der Ehrgeiz, der Henry zur Dreamforce brachte, prägt nun auch die Heimatstadt von Salesforce. Das Unternehmen investiert über fünf Jahre 15 Milliarden US-Dollar und will San Francisco zum Zentrum seiner KI-Aktivitäten machen – mit einem neuen AI Incubator Hub und 2.000 neuen Mitarbeitern, die sich auf die Entwicklung und den Einsatz intelligenter Agenten konzentrieren.
Es ist eine langfristige Wette auf dieselbe KI-Grundlage, die Henry antreibt. Mehr als 1.000 Unternehmen setzen die Systeme von Salesforce bereits im Produktivbetrieb ein – ein Zeichen dafür, dass sich das agentische Unternehmen vom Konzept zur Realität entwickelt.
Wenn sich die Vision von Salesforce erfüllt, wird die Arbeit der nächsten Unternehmensgeneration nicht hinter einem Monitor stattfinden. Sie wird neben uns stehen. Ein Partner mit einer Stimme und einem Ziel.
Die Welle der KI-Innovation zeigt keine Anzeichen einer Verlangsamung. Analysten von Goldman Sachs sagen, dass die Wachstumskurve der Technologie noch am Anfang ihres Aufstiegs steht.

